Ein Arzt überprüft die Füße eines Patienten

Achillessehnenriss

Beim Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur) handelt es sich in der Regel um eine plötzlich auftretende Durchtrennung der Achillessehne. Bei sportlich aktiven Männern zwischen 30 bis 50 Jahren kommt diese Verletzung häufig vor.

Der Riss der Achillessehnen ist meist nicht zu überhören. Patienten berichten von einem lauten Knall oder einem Peitschenhieb mit anschließenden starken stechenden Schmerzen und einem Funktionsverlust: ein Zehenstand ist nicht mehr möglich.

Die Behandlung einer Achillessehnenruptur kann konservativ oder operativ erfolgen. Die Behandlungsdauer unterscheidet sich bei beiden Verfahren nicht gravierend. Jüngere Patienten profitieren eher von einer operativen Therapie, da die Belastungswahrscheinlichkeit (Sport und Beruf) beim jüngeren Patienten deutlich erhöht ist. Bei älteren Patienten hingegen überwiegt die konservative Therapie beim Achillessehnenriss. In beiden Therapieformen muss eine Behandlungsdauer von etwa 12 bis 16 Wochen veranschlagt werden. Die Dauer der Ruhigstellung beträgt etwa sechs Wochen.

Behandlungsmöglichkeit

Operation der Achillessehne

Bei dieser Operation wird ein ca. 10 cm langer Schnitt entlang der Sehne gesetzt. Durch eine vollständige Darstellung der Rissstelle und des gefährdeten Nervens wird bei dieser Methode eine anatomische Rekonstruktion der Sehne und des Sehnengleitgewebes möglich. Bei der chronischen Achillessehnenreizung wird die Sehne über den gleichen Hautschnitt freigelegt und im Bereich der Verdickung gespalten. Das erkrankte Sehnengewebe wird abgetragen und die Sehne rekonstruiert.

Sollte ein ausgedehnter Schaden mit Verlust von viel Sehnengewebe bestehen, muss die Sehne durch spezielle Nähte, die im Knochen sicher mit einer Minischraube (Fadenanker) fixiert werden oder durch die Verlagerung der langen Großzehenbeugesehne, verstärkt werden.

Behandlungsverlauf:

Diese Eingriffe werden in der Regel stationär durchgeführt. Der Eingriff dauert 30 bis 45 Minuten. Nach der Operation werden Sie zunächst im Aufwachraum durch die Narkoseärzte betreut, danach können Sie sich in Ihrem Zimmer auf der Station erholen. Sie müssen mit einem Aufenthalt von 3 - 4 Tagen in der Oberlinklinik rechnen. In dieser Zeit sollte das Bein möglichst viel hochgelagert werden, um so eine optimale Wundheilung zu fördern. Sie werden im Umgang mit Unterarmgehstützen geschult, sodass Sie sich rasch wieder selbst versorgen können.

Die Mobilisation erfolgt zunächst im Unterschenkelliegegips in Spitzfußstellung, danach mit einem „hochmodernen“ Vacuped Stiefel. Nach sieben Wochen erhalten Sie eine Absatzerhöhung. Diese muss bis zur 12. Woche postoperativ getragen werden. Aktive Krankengymnastik sollte ab der sechsten Woche nach der Operation erfolgen. Anstatt eines Gipses ist in speziellen Fällen auch eine Gipsersatzorthese möglich.

Sie möchten sich bei uns behandeln lassen?

Ihr niedergelassener Arzt (Orthopäde) führt die Erstdiagnose und wichtige Behandlungsschritte durch. Je nach Indikation entscheidet sich der Arzt für eine anschließende Weiterbehandlung in einer Fachklinik. Von ihm erhalten Sie einen Überweisungsschein, mit dem Sie einen Termin für eine Sprechstunde in der Oberlinklinik vereinbaren können.

Sie haben noch keinen Orthopäden? Vereinbaren Sie doch einen Termin in einem unserer Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Ihrer Nähe!

Zentrale Terminvergabe

Vor Ihrer Therapie in der Oberlinklinik erhalten Sie einen Termin, an dem relevante Voruntersuchungen durchgeführt werden sowie ein Gespräch mit einem behandelnden Arzt und der Anästhesie stattfinden wird.

Montag - Freitag: 8.00 - 16.00 Uhr