Ein Arzt überprüft die Füße eines Patienten

Platt- und Hohlfuß

Der Knick- und Plattfuß

Haben Sie das Gefühl Ihr Fuß sieht anders aus? Spüren Sie eine Instabilität beim Laufen? Laufen Sie die Sohlen Ihrer Schuhe ungleichmäßig ab? Wenn eines dieser Symptome bei Ihnen vorliegt, könnte die Ursache ein Plattfuß sein. Ein Plattfuß kann neben dem eingesunkenen Längsgewölbe ein Abkippen der Ferse und des Vorfußes zum Fußinnenrand hin bewirken. Der Fuß liegt mehr oder weniger stark oder vollständig am Boden auf, bei einem Abdruck erscheint der Fuß großflächig.

Der Knick-Platt-Fuß des Erwachsenen ist ein komplexes Krankheitsbild und benötigt je nach Ausprägung eine sehr differenzierte Therapie. Es muss zwischen einem noch flexiblen Fuß oder einem kontraktem Fuß, bei dem die Fehlstellung auch ohne Belastung des Fußes nicht mehr korrigierbar ist, unterschieden werden. Bei einem noch flexiblen Fuß erfolgt die Behandlung zunächst konservativ mit physiotherapeutischen Übungen.

Wenn konservative Maßnahmen versagen, müssen oftmals komplexe operative Rekonstruktionen des Knick-Platt-Fußes durchgeführt werden. Solche Rekonstruktionen sollten von einem besonders erfahrenen Operateur durchgeführt werden. Im Rahmen unserer Sprechstunden in der Oberlinklinik beraten wir Sie gern über die verschiedenen operativen Möglichkeiten.

Hohlfuß

Bei einer Hohlfuß-Fehlstellung kommt es zu einem hohen Längsgewölbe und einem Abkippen der Ferse zum Fußaußenrand. Durch die Hohlfuß-Fehlstellung kommt es häufiger zum Umknicken im Sprunggelenk. In extremen Fällen ist der Mittelfuß verdreht, sodass der Patient nur über den Fußaußenrand abrollt. Im Fußabdruck wird nur der Fußaußenrand abgebildet.

Behandlungsmöglichkeit

Operationen bei Knick-, Platt- und Hohlfuß

Operation bei Knick-Platt-Fuß

Im Erwachsenenalter wird ein Plattfuß meist durch eine Sehnen-Fehlfunktion ausgelöst. Die geschädigte Sehne des hinteren Schienbeinmuskels (Musculus tibialis posterior) wird dann operiert. Eine Möglichkeit besteht darin, die Sehne bei einem Riss zu nähen oder falls der Schaden zu groß ist, wird die Zehenbeugersehne verlagert. Zum Teil werden hierfür auch Fadenanker eingesetzt. Bei dem Eingriff wird die Haut vom Innenknöchel bis zum Fußinnenrand auf ca. 10 cm eröffnet. In vielen Fällen liegt außerdem eine Verkürzung der Wadenmuskulatur/Achillessehne vor, sodass eine Verlängerung erforderlich ist.

Bei fortgeschrittenen, kontrakten, steifen Plattfußfehlstellungen werden Sehneneingriffe mit knöchernen Umstellungen des Rückfußes kombiniert. Das Fersenbein wird entsprechend der benötigten Korrektur mit einer Säge oder einem Meißel durchtrennt, verschoben, verlängert und mit stabilen Schrauben oder Platten wieder fixiert. Die erforderlichen Hautschnitte sind sehr unterschiedlich in Größe und Position. Ziel ist es, eine möglichst natürliche Stellung und Funktion des Fußes zu erlangen.

Operation bei Hohlfuß

Beim Hohlfuß müssen – je nach Ursache – verschiedene Sehnen teilweise oder ganz verlagert werden. So kann zum Beispiel der Fußheber, der an der Innenseite ansetzt, gespalten und eine Hälfte auf den Fußaußenrand verlagert werden. Dazu sind drei Schnitte von ca. 5 cm nötig. Bei kontrakten, steifen Hohlfußdeformitäten werden meist knöcherne Korrekturen mit den weichteiligen Operationen kombiniert.

Die betroffenen Knochen werden entsprechend der benötigten Korrektur mit einer Säge oder einem Meißel durchtrennt, verschoben, verlängert und mit stabilen Schrauben oder Platten wieder fixiert. Die erforderlichen Hautschnitte sind sehr unterschiedlich in Größe und Position. Ziel ist es, eine möglichst natürliche Stellung und Funktion des Fußes zu erlangen.

Sie möchten sich bei uns behandeln lassen?

Ihr niedergelassener Arzt (Orthopäde) führt die Erstdiagnose und wichtige Behandlungsschritte durch. Je nach Indikation entscheidet sich der Arzt für eine anschließende Weiterbehandlung in einer Fachklinik. Von ihm erhalten Sie einen Überweisungsschein, mit dem Sie einen Termin für eine Sprechstunde in der Oberlinklinik vereinbaren können.

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Zentrale Terminvergabe

Vor Ihrer Therapie in der Oberlinklinik erhalten Sie einen Termin, an dem relevante Voruntersuchungen durchgeführt werden sowie ein Gespräch mit einem behandelnden Arzt und der Anästhesie stattfinden wird.

Montag - Freitag: 8.00 - 16.00 Uhr