Ein Arzt überprüft die Füße eines Patienten

Verletzung der Bänder am Sprunggelenk

Unsere Füße benötigen wir Menschen für den aufrechten Gang, das Gehen. Diesen Anforderungen hat sich unser Fuß mit seiner komplexen Anatomie und Funktionalität angepasst.

Der Fuß wird medizinisch in die Zehen (Digiti pedis), den Mittelfuß (Metatarsus) und die Fußwurzel (Tarsus) eingeteilt. Die Fußwurzel ist über das Sprungbein (Talus) durch das obere Sprunggelenk (Articulatio talocrualis) mit den beiden Unterschenkelknochen verbunden. Dem aufrechten Gang angepasst ist beim Fuß auch die doppelte Gewölbeform des Fußes. Das Skelett ist sowohl in der Längs- als auch in der Querrichtung gewölbt.

Bei einem normal geformten Fuß ruht das Körpergewicht beim Stand auf der Ferse und den Köpfchen des 1. und 5. Mittelfußknochens, den Teilen der Fußsohle, die auch besonders durch Fettgewebe gepolstert sind. Ein Absinken des Längsgewölbes führt gewöhnlich zur Bildung eines Plattfußes (Pes planus), während der Spreizfuß (Pes transversoplanus) durch eine Abflachung vor allem des Quergewölbes bedingt wird. Aus dieser Ausgangslage ergeben sich die Spreiz-Plattfüße (Pes valgoplanus).

Behandlungsmöglichkeit

Operation bei Bänderriss am Sprunggelenk

Die Behandlung eines frischen Bänderrisses ohne knöcherne Beteiligung erfolgt meist konservativ mit einer zeitweisen Ruhigstellung in einer speziellen Gehschiene (Orthese).

Hierbei muss besonders eine Seitwärtskippung des Sprunggelenks durch Umknicken vermieden werden. Bewegungen des Sprunggelenks – ohne Außendrehung im Gelenk– sind aber weiterhin möglich und nötig. Die Heilung dauert etwa sechs bis acht Wochen.

Ist es durch die Verletzung zu einem Knochenriss gekommen müssen, abgebrochene Knöchel- bzw. abgerissene Knorpelteile wieder befestigt werden, zum Beispiel durch eine Verschraubung. Bei einer chronischen Instabilität müssen nach umfangreicher Diagnostik die verschiedenen Methoden zur Stabilisierung des Sprunggelenkes sorgfältig abgewogen werden. So können gerissene Bänder genäht werden und stark beschädigte Bänder durch Verpflanzung körpereigener Sehnen wiederhergestellt werden (Bandrekonstruktion.) Die Nachbehandlung ist nach diesen umfangreichen Operationen langwieriger und umfasst meist eine 8-wöchige Entlastung.

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Ihr niedergelassener Arzt (Orthopäde) führt die Erstdiagnose und wichtige Behandlungsschritte durch. Je nach Indikation entscheidet sich der Arzt für eine anschließende Weiterbehandlung in einer Fachklinik. Von ihm erhalten Sie einen Überweisungsschein, mit dem Sie einen Termin für eine Sprechstunde in der Oberlinklinik vereinbaren können.

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Zentrale Terminvergabe

Vor Ihrer Therapie in der Oberlinklinik erhalten Sie einen Termin, an dem relevante Voruntersuchungen durchgeführt werden sowie ein Gespräch mit einem behandelnden Arzt und der Anästhesie stattfinden wird.

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