Ein Arzt mit Brille überprüft die Armbewegung einer Patientin, im Hintergrund Poster zum Bewegungsapparat

Schultersteife

Haben Sie Probleme beim Abspreizen der Schulter? Können Sie die Schulter nicht mehr nach außen drehen? Dann könnte bei Ihnen eine Schultersteife vorliegen. Eine Schultersteife entsteht durch eine Entzündung der Gelenkkapsel. Durch diese Entzündung kommt es zur Schrumpfung des Weichteilgewebes und in Folge wird die Schulterbeweglichkeit stark eingeschränkt.

Bei der Schultersteife gibt es drei Phasen: Zunächst kommt es zur Einsteifung, begleitet von starken Schmerzen. In Phase zwei werden die Schmerzen weniger, allerdings ist die Schulter kaum noch beweglich. In der letzten Phase kommt es langsam wieder zur Normalisierung der Schulterbeweglichkeit. In der ersten Phase ist ein Therapieversuch mit Kortison möglich, in der letzten Phase kann zur Verbesserung der Beweglichkeit Krankengymnastik durchgeführt werden. Die nicht behandelte Schultersteife hat eine Dauer von 18-24 Monaten, kann im Einzelfall aber erheblich länger dauern. Wird mit der konservativen Therapie keine bessere Beweglichkeit erreicht, kann eine Operation die schnelle Wiederherstellung der Beweglichkeit bewirken.

Behandlungsmöglichkeit

Schulter-Arthroskopie bei Schultersteife

Bei einer Versteifung der Schulter erfolgt die Mobilisation mit einer minimalinvasiven Operation, bei der mit Hilfe einer Arthroskopiekamera die geschrumpfte Kapsel eingeschnitten wird. Zusätzlich kann die entzündete Gelenkschleimhaut entfernt werden, um den Schulterschmerz des Patienten zu verringern. Während der Operation wird die Schulterbeweglichkeit geprüft. Nach der Operation wird die Schulter in einer abgespreizten und nach außen gedrehten Position fixiert.

Behandlungsverlauf

Bei einer Schultersteife wird mit einer Schulterspiegelung die geschrumpfte Kapsel eingeschnitten. Die Operation dauert ungefähr 60 Minuten.
Nach der Operation werden sie zunächst im Aufwachraum durch die Narkoseärzte betreut, danach können Sie sich in Ihrem Zimmer erholen. Damit es nicht zu einer erneuten Verklebung der Kapsel kommt, muss die Schulter in einer abgespreizten und außen gedrehten Position gelagert werden.
Bereits am ersten Tag nach der Operation werden intensive Bewegungsübungen mit einer Physiotherapeutin an der operierten Schulter durchgeführt. Um Ihre Schmerzen zu reduzieren, wird ein Schmerzkatheter gelegt. Insgesamt können Sie vier Tage bei uns in der Oberlinklinik einplanen.

Sie möchten sich bei uns behandeln lassen?

Ihr niedergelassener Arzt (Orthopäde) führt die Erstdiagnose und wichtige Behandlungsschritte durch. Je nach Indikation entscheidet sich der Arzt für eine anschließende Weiterbehandlung in einer Fachklinik. Von ihm erhalten Sie einen Überweisungsschein, mit dem Sie einen Termin für eine Sprechstunde in der Oberlinklinik vereinbaren können.

Sie haben noch keinen Orthopäden? Vereinbaren Sie doch einen Termin in einem unserer Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Ihrer Nähe!

Zentrale Terminvergabe

Vor Ihrer Therapie in der Oberlinklinik erhalten Sie einen Termin, an dem relevante Voruntersuchungen durchgeführt werden sowie ein Gespräch mit einem behandelnden Arzt und der Anästhesie stattfinden wird.

Montag - Freitag: 8.00 - 16.00 Uhr