eine Pflegerin erklärt einer älterin Patientin den Bewegungsblauf am Haltungsgerät

Patientenschule

Für eine schnelle Genesung: Unser Kompaktprogramm bei implantierter Hüft- und Kniegelenkprothese

Ihre Versorgung im Endoprothetikzentrum der Oberlinklinik

Sie haben sich für den Einsatz eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks entschieden. Sicher haben Sie nun einen längeren Zeitraum des Abwägens und der Klärung offener Fragen hinter sich. Im Endoprothetikzentrum der Oberlinklinik möchten wir Sie rund um die OP optimal versorgen und haben daher ein Programm entwickelt, in dem wir sämtliche Schritte im Behandlungsprozess auf Ihre Bedürfnisse als Patientin bzw. Patient zugeschnitten und standardisiert haben. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden stehen im Vordergrund: Alle am Genesungsprozess beteiligten Fachgruppen wie Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten und Mitarbeitende des Sozialdienstes arbeiten besonders eng zusammen und stimmen sich regelmäßig über den Verlauf Ihrer Genesung ab. So sind Sie bestmöglich versorgt.

Ob unser Programm für Sie geeignet ist, können Sie vorab mit Ihrem operierenden Arzt klären.

Ziel des Programms

Schon einige Tage vor dem Eingriff werden Sie durch das Klinikpersonal intensiv geschult. Diese Form der Information und Aufklärung soll Ängste reduzieren und somit bestmögliche Behandlungsresultate ermöglichen. Von Beginn an lernen Sie, wie Sie durch aktives Mitwirken Ihren Behandlungsverlauf positiv mitgestalten und so Verantwortung für Ihre Genesung übernehmen können. Ziel ist es, dass Sie Ihren Alltag so bald wie möglich wieder selbstständig meistern können.

Das Programm

  • Ihre Patientenschule

    Steht Ihr OP-Termin fest, laden wir Sie ca. sieben Tage vor dem Eingriff zu einem Informationstag, der sogenannten „Patientenschule“, ein. Hier informieren wir Sie ausführlich über den gesamten Behandlungsweg, der Sie vor, während und nach der Operation erwartet. Die Patientenschule dauert eine gute Stunde. Nehmen Sie diesen wichtigen Termin gemeinsam mit einem Begleiter oder einer Begleiterin Ihres Vertrauens wahr, Ihrem Coach.

    Sie lernen bei dieser Veranstaltung das Team kennen, welches für Ihre Behandlung zuständig ist: Operateur, Anästhesist, das Pflegepersonal und die Physiotherapeuten stellen sich vor und klären über die jeweiligen Behandlungsschritte in Bezug auf den Einsatz eines künstlichen Hüft- und Kniegelenks auf. Darüber hinaus lernen Sie bereits praktische Übungen kennen und erhalten Verhaltenstipps, die Sie nach der Operation durchführen und beachten sollten, um schnell wieder aktiv und schmerzarm am alltäglichen Leben teilnehmen zu können. Während der Patientenschule haben Sie die Möglichkeit, all Ihre Fragen zu stellen. So können Sie mit realistischen Erwartungen auf Ihre Operation zugehen und sich auf die Zeit danach vorbereiten.

  • Ihr Coach

    Bereits während der Patientenschule sollten Sie einen Begleiter bzw. eine Begleiterin (Partnerin oder Partner, Verwandte, Freundin oder Freund) mitbringen, der Sie als „Coach“ vor, während und nach Ihrer Behandlung unterstützt und motiviert. Genauso wie Sie wird Ihr Coach intensiv geschult und informiert. So kann er oder sie Ihnen während der gesamten Zeit rund um den Eingriff unterstützend zur Seite stehen.

  • Ihre Gruppe

    Zudem lernen Sie während unseres Informationstags bereits andere Patientinnen und Patienten kennen, die in der gleichen Woche wie Sie operiert werden und den Weg zur Genesung ein Stück weit mit Ihnen gemeinsam gehen. Auch nach der OP treffen Sie Ihre Mit-Patientinnen bzw. -patienten immer wieder: Sie werden zusammen trainieren, sich austauschen und gegenseitig motivieren. In einem Aktivitätstagebuch protokollieren Sie Ihre Fortschritte nach der Operation und können sie vergleichen. Dieser Austausch soll Ihnen helfen, schneller wieder mobil zu werden.

  • Ihre Entlassung

    Ihre Entlassung und Weiterbehandlung wird bereits vor der Aufnahme in die Klinik gemeinsam mit allen beteiligten Fachgruppen geplant und organisiert. Etwa eine Woche nach der Operation können Sie unsere Klinik entweder zur Rehabilitation verlassen oder mit regelmäßiger ambulanter Physiotherapie in Ihre häusliche Umgebung zurückkehren. Natürlich hängt Ihre individuelle Entlassung von festgelegten Kriterien und Behandlungszielen ab, die Sie vorab mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen werden.