Ein Arzt mit Brille überprüft die Armbewegung einer Patientin, im Hintergrund Poster zum Bewegungsapparat

Schulterluxation (Schulterverrenkung)

Ist es bei Ihnen bereits zu einer Schulterverrenkung (Schulterluxation) gekommen? Hatten Sie früher einen Unfall mit einer Verrenkung der Schulter? Für das Auskugeln der Schulter gibt es verschiedene Ursachen. Unterschieden werden das Auskugeln (Luxation) durch ein direktes Unfallereignis und die Luxation ohne jegliche äußere Einflüsse. Eine Sonderform stellt die erneute Verrenkung (Luxation) nach einem Unfall dar, hierbei wird der Bandapparat der Schulter oft beschädigt oder zu knöchernen Defekten durch den ersten Unfall.

Eine Luxation ohne äußere Einwirkung und ohne vorhergehenden Unfall kann durch eine angeborene Bindegewebsschwäche verursacht sein. Diese Form der Instabilität wird in der Regel konservativ behandelt, wenn allerdings der Erfolg ausbleibt, muss eine Operation erwogen werden. Bei einer Schulterverrenkung ist die Beweglichkeit des Schultergelenkes eingeschränkt, starke Schmerzen treten auf und die Schulterform verändert sich.

In diesem Fall sollten Sie sich bei Ihrem behandelnden Orthopäden oder in der Sprechstunde der Oberlinklinik untersuchen lassen. Mit der klinischen Untersuchung der Schulter können erste Unterscheidungen bezüglich des Schweregrades der Verrenkung vorgenommen werden. Um die Schädigung genau lokalisieren zu können, müssen zusätzlich spezielle Röntgenaufnahmen oder eine MRT (Magnetresonanztomografie) durchgeführt werden. Abhängig von den Ursachen gibt es verschiedene Behandlungsoptionen.

Behandlungsmöglichkeit

Stabilisierung der Schulter

Minimalinvasive Stabilisierung der Schulter

Das obere Ende des Oberarmknochens ist stabil. Die Gelenkpfanne, in der sich der Oberarmkopf bewegt und die Gelenkklippe – Labrum – die den Oberarmkopf in seiner Position hält, sind beweglich. Beim Ausrenken der Schulter reißt die Gelenkklippe ab. Wenn die Gelenklippe (Labrum) abreißt, kann diese durch Knochenanker an der Schulterpfanne wieder befestigt werden. Dieses Verfahren ist minimalinvasiv durch vier kleine Hautschnitte möglich. Zunächst wird minimalinvasiv (arthroskopisch) das Gelenk beurteilt und in Abhängigkeit des betroffenen Gelenklippenabschnittes ein zusätzlicher Zugang zur Vorbereitung der Gelenkpfanne und zum Einbringen des Knochenankers gelegt. Mit diesem Knochenanker wird die Gelenklippe dann an ihrer ursprünglichen Position befestigt.


Offene Stabilisierung der Schulter

Bei einer straken Schädigung des Kapsel-Bandapparates der Schulter oder zusätzlichen knöchernen Verletzungen an der Pfanne oder am Oberarmkopf, muss ein größerer Hautschnitt (ca. 6-8 cm) durchgeführt werden. Verletzungen werden mit Schrauben, Ankern oder mit der Verlagerung anderer Knochen behandelt.

Sie möchten sich bei uns behandeln lassen?

Ihr niedergelassener Arzt (Orthopäde) führt die Erstdiagnose und wichtige Behandlungsschritte durch. Je nach Indikation entscheidet sich der Arzt für eine anschließende Weiterbehandlung in einer Fachklinik. Von ihm erhalten Sie einen Überweisungsschein, mit dem Sie einen Termin für eine Sprechstunde in der Oberlinklinik vereinbaren können.

Sie haben noch keinen Orthopäden? Vereinbaren Sie doch einen Termin in einem unserer Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Ihrer Nähe!

Zentrale Terminvergabe

Vor Ihrer Therapie in der Oberlinklinik erhalten Sie einen Termin, an dem relevante Voruntersuchungen durchgeführt werden sowie ein Gespräch mit einem behandelnden Arzt und der Anästhesie stattfinden wird.

Montag - Freitag: 8.00 - 16.00 Uhr