Bild zweier Ärzte, die sich im OP beraten.

Anästhesie

Das Fachgebiet der Anästhesie – das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet Unempfindlichkeit - ruht auf vier Säulen: Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie. Unsere Abteilung führt jährlich etwa 5000 Anästhesien durch, etwa zur Hälfte allgemeine und differenzierte Regionalanästhesieverfahren.

Welches Anästhesieverfahren speziell für Sie am besten geeignet ist, wird in der Anästhesiesprechstunde in einem ausführlichen Gespräch vor der Operation mit Ihnen besprochen. Hier werden Ihnen die unterschiedlichen Methoden vorgestellt und Ihr aktueller Gesundheitszustandes eingeschätzt. Anschließend wählen wir das für Sie geeignete Verfahren aus.

  • Operation, Aufwachraum und Wachstation

    Während der gesamten Dauer der Operation überwacht unser Team Ihre Körperfunktionen und hält sie stabil. Der routinemäßige Einsatz moderner Medizintechnik in der Oberlinklinik und unsere fundierte intensivmedizinische Erfahrung ermöglichen es uns, große operative Eingriffe auch bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen sicher durchzuführen. Nach der Operation werden Sie im Aufwachraum oder auf der Wachstation von speziell ausgebildeten Pflegekräften betreut.

    Im Aufwachraum verbleiben Sie so lange bis sie vollständig aus der Narkose erwacht sind und keine unmittelbaren Komplikationen von Seiten der Atmung und des Kreislaufs mehr zu erwarten sind. Darüber hinaus wird hier die speziell für sie angepasste Art der Schmerztherapie begonnen und für den weiteren Verlauf festgelegt. In der Regel ist der Aufenthalt hier auf wenige Stunden begrenzt.

    Patientinnen und Patienten, die sich einem größeren Eingriff (z.B. an der Wirbelsäule oder der Einbau eines künstlichen Gelenkes) unterziehen oder die unter gravierenden Nebenerkrankungen leiden, werden nach der OP auf der Wachstation betreut und behandelt. Sie verfügt über 13 Betten - die medizinische Ausstattung ist modern und bewährt. Hier können Störungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Atmung effektiv therapiert werden. Besuch zu empfangen, ist immer möglich, sollte aber mit dem Personal abgestimmt werden.

  • Schmerztherapie

    Schmerz ist eine subjektive Wahrnehmung. Viele Faktoren beeinflussen, wie man als Patientin bzw. Patient Schmerz empfindet. Unsere Schmerztherapie beginnt bereits während der Operation und wird dann im Aufwachraum oder auf der Wachstation fortgesetzt. Schmerzen können durch eine Allgemeinnarkose, Betäubung einzelner Körperregionen oder örtliche Betäubung ausgeschaltet werden. Bei chronischen Schmerzzuständen unternehmen wir alles, um Ihnen durch eine adäquate Therapie Erleichterung zu verschaffen. Unser erfolgreiches Schmerzmanagement bedient sich besonderer Techniken unter Verwendung neuster Erkenntnisse. Speziell ausgebildetes Personal betreut Sie rund um die Uhr.

    Keine Angst vor Schmerzen!

    Seien Sie sicher: Moderne Verfahren und Medikamente ermöglichen heutzutage sichere und gut verträgliche Operationsverläufe.

    Die postoperative Versorgung durch anästhesiologisches Personal im Aufwachraum oder auf der Wachstation ermöglicht darüber hinaus eine differenzierte pharmakologische Schmerztherapie. Nach ausgedehnten Operationen erhalten Sie die Möglichkeit der Eigendosierung von stark wirksamen Schmerzmitteln (Opiaten) intravenös oder über einen Katheter mittels spezieller Pumpen (PCA = Patienten Kontrollierte Analgesie). Auf diese Weise können Sie selbst die Menge an Schmerzmitteln bestimmen, die Sie für Ihr Wohlbefinden benötigen.

    Um die Schmerzen am aktuell operierten Körperteil auszuschalten oder kranken-gymnastische Übungen schmerzfrei durchzuführen, helfen spezielle Katheter-Verfahren. Der Einsatz von speziellen Schmerzkathetern wird meist schon während der Anästhesieeinleitung begonnen. Diese Katheter können bei Bedarf auch mehrere Tage für Ihre Schmerztherapie (z.B. bei einer sehr belastenden Mobilisierungstherapie) eingesetzt werden.

Was Sie vor einer Operation wissen sollten

Bevor Sie sich zu einer Operation in unsere Fachklinik begeben, bringen Sie möglichst alle Untersuchungsbefunde der letzten zwei Jahre zur Sprechstunde mit. Befinden sich die Untersuchungsergebnisse bei Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin, bitten Sie um Kopien.

Unser Team für Sie

Sekretariat Chefärzte

Dr. med. Hansjörg Lohbrunner

Chefarzt

Dr. med. Wolf Schildberg

Leitender Oberarzt

Michael Kaak

Oberarzt

Michael Kaak Oberarzt