Knie

Unser größtes Gelenk: Beweglich, aber auch anfällig

Knieschmerzen sind ein Volksleiden: Allein in Deutschland sind etwa fünf bis zehn Millionen Menschen davon betroffen. Es gibt verschiedene Arten von Knieschmerzen mit unterschiedlichen Ursachen. Als unser größtes Gelenk verbindet es Oberschenkel- und Unterschenkelknochen – wir können uns aufrichten, stehen und gehen. Es ist aber – unter anderem aufgrund der permanenten Belastung – auch anfällig für Verletzungen oder Erkrankungen.

Die richtige Entscheidung nach gründlicher Diagnose

Sie haben Schmerzen im Kniegelenk? Um die genauen Ursachen zu ermitteln, ist eine gründliche ärztliche Untersuchung unumgänglich: Nach einer Eingangsuntersuchung durch Ihren Orthopäden und in unserer Sprechstunde gehen wir für eine gründliche Diagnose in weitere Untersuchungen, um anschließend die Entscheidung für eine konservative oder operative Behandlung zu treffen. Unser gemeinsames Ziel ist ein alltagstaugliches und schmerzarmes Gelenk.

Präzision im OP: CORI unterstützt unsere Kniechirurgie

Seit Juli 2025 setzen wir in der Oberlinklinik das robotergestützte Chirurgiesystem CORI bei Knieoperationen ein. Damit verbinden wir die Erfahrung unserer Operateure mit digitaler Präzision und einer individuellen Planung direkt im Operationssaal.

CORI erfasst das Knie dreidimensional und unterstützt uns dabei, Anatomie und Gelenkbewegung präzise zu analysieren. Auf dieser Grundlage können wir die Operation virtuell planen und die Positionierung des Implantats während des Eingriffs exakt auf die individuelle Anatomie des Patienten abstimmen. Ein besonderer Vorteil: Die für die Planung erforderlichen 3D-Daten werden direkt während der Operation erfasst. Eine zusätzliche CT-Untersuchung ist dafür in vielen Fällen nicht erforderlich.

Technologie ersetzt dabei nicht die Erfahrung des Operateurs. Sie erweitert seine Möglichkeiten. Unser Ziel ist eine noch individuellere, präzisere und möglichst knochenschonende Kniechirurgie. Für unsere Patienten bedeutet das: moderne Technologie, persönliche ärztliche Expertise und eine Behandlung, die sich konsequent am individuellen Knie orientiert.

Chefarzt Dr. med. Patrick Schmidt und Oberarzt Dr. med. univ. Jens Hahnhaußen sehen darin einen wichtigen Schritt für die moderne Kniechirurgie. „Mit CORI können wir präzise 3D-Modelle des Kniegelenks direkt im OP erstellen. Vorherige CT- bzw. MRT-Aufnahmen sind künftig nicht mehr zwingend erforderlich. Wir können die Operationen virtuell planen, die beschädigten Oberflächen exakt identifizieren und entfernen. Im Ergebnis können wir das Implantat dann mit höchster Genauigkeit positionieren“, erklärt Dr. Hahnhaußen.

Patientenvortrag Kniegelenksarthrose: "Es muss nicht immer eine Prothese sein"

Ein Unfall, genetische Veranlagung oder altersbedingter Verschleiß – Arthrose ist eine chronische, unterschiedlich schnell voranschreitende Erkrankung. Einmal angefangen, begleitet sie Patientinnen und Patienten für den Rest ihres Lebens. Aber die Erkrankung ist behandelbar. Wie Menschen mit Arthrose gut leben können und wann ein künstliches Kniegelenk sinnvoll ist – oder eben auch nicht, darüber spricht unser Oberarzt Christian Duck in seinem Vortrag "Es muss nicht immer eine Prothese sein".

Der Erhalt des Kniegelenkes liegt ihm und seinem Team besonders am Herzen, "denn nichts funktioniert besser als das eigene Gelenk", so Christian Duck. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Arthroskopeur und zertifizierter Kniechirurg hat viele Fallbeispiele parat.

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